Ich kenn das ALLES…
Du liebst diesen Mensch, aber irgendwie kommt zu wenig zurück. Ihr passt super zusammen. Vielleicht seid ihr in einer Beziehung miteinander und Dein Lieblingsmensch zieht sich zurück, vielleicht datet ihr und Du bist emotional schon viel weiter… vielleicht geht es um Deine Ex-Beziehung die aus unsinnigen Gründen nicht mehr besteht und Du willst, dass ihr nochmal eine Chance bekommt miteinander…
Ich habe Kurse und Programme zum Thema gekauft, ich kenne gefühlt alle Google Ergebnisse und Studien zum Thema:
„Wie lange braucht ein Mann, um Gefühle zu entwickeln?“
„Kontaktabbruch – wann meldet er sich wieder?“
„Warum zieht er sich zurück, obwohl alles gut war?“
„Wie bleibe ich interessant, ohne zu klammern?“
Ich habe sämtliche Bindungsstile analysiert und alles darüber gelernt. In mein Tagebuch geschrieben was ich getestet habe und dokumentiert wie sich nach und nach die Bindung von jemandem zu mir gefestigt hat mit folgenden 3 Tools… Die Tools heißen “immer weniger zurück geben als kommt” oder “Investment spiegeln anstatt wirklich zu zeigen was in Dir vorgeht”, “Nähe & Connection zurückhalten” und sie funktionieren…
Am Ende bin nicht mehr ICH IHM hinterher gelaufen sondern ER MIR.
ABER spätestens JETZT sollte Dir beim Lesen bewusst werden, dass das hier in die falsche Richtung geht… und Du solltest Dich fragen ob Du das alles wirklich WILLST.
Hatte ich mit diesem Mann jemals eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe? Nein, weder vorher, noch nachher.
Und das eigentliche Problem ist… das Nutzen dieser Tools ist das härteste Symptom für Beziehungsunfähigkeit und der verlässlichste Weg Dir toxische Beziehungsdynamiken heranzuzüchten, die einfach nur weh tun und erfüllte Partnerschaften unmöglich machen.
Typische Dynamiken, die daraus entstehen, sind Push-&-Pull, emotionale Verknappung, Machtspiele und Manipulation anstatt Augenhöhe & Liebe, Bindung durch Unsicherheit statt durch Nähe und ständige Selbstkontrolle statt Selbstkontakt.
Und das anzuerkennen ist F**** SCHMERZHAFT.
Dieses Verhalten bildet ab, dass Deine emotionale Regulation von einer anderen Person abhängt… für KINDER ist dieses Bindungsverhalten NORMAL, weil wir von unseren Eltern abhängig waren. Aber Du bist jetzt erwachsen. Und ERWACHSENE Bindungen brauchen Interdependenz.
In der Bindungsforschung spricht man von unsicheren Bindungsstilen (ängstlich-ambivalenter oder vermeidend-kontrollierender Dynamik). ABER – Das Problem ist gar nicht primär der Bindungsstil, sondern der Moment in dem er unbewusst Dein Verhalten steuert und dieses Verhalten Deine Beziehungen sabotiert.
Deine Gedanken beginnen zu kreisen, wenn Dein Gegenüber sich zurück zieht, die Stimmung kippt und das ANALYSIEREN des anderen, PLANEN Deiner nächsten Schritte und STRATEGISIEREN von Kontakt gibt Dir das Gefühl von Stabilität und Kontrolle. Kontrolle senkt kurzfristig Deinen Stress, weil sie Vorhersagbarkeit erzeugt. Langfristig verstärkt sie jedoch genau die Abhängigkeit, die sie eigentlich regulieren soll.
BEZIEHUNGEN haben evolutionär unser Überleben gesichert und deshalb reagieren wir bis heute unverhältnismäßig stark darauf. Sozialer Ausschluss und Trennungen aktivieren dieselben Hirnareale wie körperlicher Schmerz.
Und ich weiß es, weil ich da war… Hier ein Bild von mir aus dieser Zeit…
Und REAL TALK ich habe mich sogar körperlich selbst verletzt weil ich den emotionalen Schmerz nicht anders ausgehalten habe. Und ich teile das hier an dieser Stelle um klar zu machen, wie ernst dieses innere Ungleichgewicht werden kann.
Die harte Wahrheit ist… Solange Du Dich nicht emotional selber halten kannst, kannst Du keine gesunden Beziehung führen. UND Dein Problem ist nicht GELÖST, im Moment wo sich der Mensch für Dich entschieden hat, es wird noch GRÖßER. Denn je NÄHER und TIEFER eure Verbindung wird desto STÄRKER musst Du darin werden Dich selbst zu halten und zu regulieren – weil mit steigendem Vertrauen einfach alles hoch kommt was gelöst werden will.
Deine innere Unsicherheit führt zu Eifersucht und Verlustangst, Du vermeidest Konflikte, Deine Bedürfnisse gehen unter, Du passt Dich so sehr an, dass Deine Eigenständigkeit als Person vollständig verloren geht und damit der wichtigste Part in einer Beziehung… die Anziehung die Nähe, Verbindung und Intimität steuert. Oder vielleicht bist Du auch längst GENAU DA gelandet.
Vielleicht auch nicht zum ersten Mal.
Und es wird noch unangenehmer… das Ganze zu VERSTEHEN verändert nichts. Das WISSEN darüber hat keinen Einfluss auf Dein Nervensystem oder Deine innere Stabilität oder Deine Beziehungsfähigkeit.
Wenn Du merkst, dass dieses Thema Dich betrifft, melde Dich direkt bei mir, wenn Du merkst, dass Du das nicht länger allein navigieren willst:
SCHREIB MIR
Und übrigens… Du bist damit nicht alleine…
Liebe Grüße aus dem Paradies
Jenny




