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Wohnungssuche Das so ziemlich größte und aufregendste Thema in der Organisation ist mit Sicherheit eine Wohnung zu finden, hier findest du dazu ein paar Anregungen. Normale Studentenwohnheime sind wahnsinnig teuer in Schottland, für ein normal ausgestattetes Zimmer mit eigenem Bad, Küche und Internetzugang kostet normalerweise schon über 505 Euro, so kommt man um eine WG oder die private Wohnungssuche fast nicht herum. Weitere Nachteile der Wohnheime sind pubertierende lärmende Erstsemester (Empfehlung von Maria: “Finger weg von allem das jünger ist als 3rd year” Hintergrund ist, dass bei denen die Noten der ersten 3 Jahre nix zählen und man dann natürlich nur Parties feiert, im 3. Jahr kommen die aber meistens drauf, dass nun der Ernst des Lebens beginnt). Es kann auch sein, dass man die Bewerbungsunterlagen für die Wohnheime erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist oder erst ein paar Tage davor bekommt. (Bei mir war das nicht der Fall, aber zwei Jahre davor) Frühere Austauschstudenten (eigentlich hat sich das nur Maria getraut bis jetzt ;-) ) schwören darauf ein bis 2 Wochen vor Semesterbeginn nach Dundee zu fliegen, in ein B&B einzukehren und dann vor Ort WGs zu besichtigen. Man erlebt keine bösen Überraschungen und bis jetzt hat es immer bei allen geklappt (“Traum-WG nach 2 Tagen”). Das Internet ist eigentlich genau so stark verbreitet wie in Deutschland, ein Unterschied soll sein, dass für die Schotten bloß nicht gleich die Welt untergeht wenn es mal 2 Tage nicht funktionieren sollte. Anders als in Deutschland kann man in Schottland in öffentlichen Bibliotheken umsonst ins Internet, eine Möglichkeit ist die Blackness Library. Mit dem Letter of Admission kann man sich hier kostenlos registrieren. Blöde ist nur, dass das Internetlimit pro Tag auf 2 Stunden festgelegt ist und die sind schnell rum. Wenn es nicht voll ist kann man zwar länger bleiben, aber eigentlich ist da immer ne Menge los. Toll ist auch, dass man dort pro Tag kostenlos 5 Seiten in s/w ausdrucken kann. Weitere Seiten kosten glaub ich 10p, genau wie Farbausdrucke. Ich hatte zunächst geplant, genau wie Maria, einfach ins kalte Wasser zu springen, denn ein bisschen Thrill gehört doch dazu oder? Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Hier folgt erstmal was ich eigentlich geplant hatte und dann weiter unten werde ich berichten wie es dann wirklich gekommen ist.
Eine gute Anlaufstelle für die Wohnungssuche ist das Schwarze Brett, eine Wohnungsbeauftragte gibt es auch, die hält anscheinend hilfreiche Listen bereit. Ich glaube die Wohnungsbeauftragte ist in der Union zu finden, das beste Schwarze Brett findest du im Tower Building (findest du in der interaktiven Karte). Noch ein absoluter Insidertipp (auf den ich im übrigen auch wahnsinnig stolz bin): Auf der Website der Uni bist du vielleicht schon auf Hermes gestoßen, eine Art Emailverteiler, bei dem die Angebote bzw. Beitrage gesammelt werden und einmal wöchentlich an alle Studenten der Uni versendet werden. Außerdem gibt es auch ein Archiv, in dem man ältere Nachrichten abrufen kann. Dieses Archiv ist nur leider im Intranet und für jemanden ohne Universitätsemailadresse nicht zugänglich. Blöderweise sind gerade hier die tollsten Wohnungsangebote, gleich mit Kontaktdaten und nicht wie beim blöden “easyroommate” verschlüsselt und nur nach teurer Registrierung einsehbar. Ich hab geschrieben, dass ich schon eine Zusage habe, welches Department und welche Ansprechpartner und ob ich einen Gastaccount haben könnte, zeitlich limitiert oder wenigstens irgendwie anders an die Wohnungsanzeigen kommen kann. Gleich am nächsten Tag hatte ich einen Benutzername und ein Passwort, konnte im Archiv stöbern und bekomme jetzt auch immer die Emails auf meine normale Emailadresse. Die Adverts sind echt total toll, erstens sind es wahnsinnig viele und auch verdammt viele davon haben Internet (ohne das ich glaube nicht leben zu können). Als einziges gutes Internetportal kann ich Accommodation for Students empfehlen, auf den ersten Blick wirkt es auch wie ein kostenpflichtiger Dienst, die Registrierung ist auch ziemlich lästig, aber dafür sind die Angebote ganz ok und Kontaktdaten einsehbar ohne dass neue Kosten entstehen.
Und so kam es dann wirklich - die ganze Wahrheit... In meiner letzten Woche in Deutschland widmete ich mich voll und ganz der Kontaktaufnahme mit WGs und Landlords in Dundee unter Verwendung der oben genannten Möglichkeiten. Zuvor hatte ich auch schon eine Menge Kontakte geknüpft und es waren auch eine Menge interessante Sachen dabei. Das Problem war nur, dass die Zimmervergabe hier sehr schnell abläuft und ich es ausgeschlossen hatte etwas blind zuzusagen, gingen mir ein paar Adressen, die ich in die engere Auswahl gezogen hatte durch die Lappen. Das wird jedem passieren, der so früh anfängt nach Wohnungen zu suchen, lasst euch bloß nicht entmutigen!!!
Mein anderer Favorit, eine WG mit nur Jungs, dafür aber alles “more mature students” oder “PGs”, alle im “Department of Lifesciences”... das wär doch was...
Und das ist draus geworden: Ich erlebte einen Kulturschock und einen Nervenzusammenbruch in den ersten 2 Tagen, aber dann ging es bergauf, to be continued... Anbei noch ein paar Bilder von der Aussicht, aufgenommen direkt vor der Haustür.
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