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Honours Project Normalerweise kommen die Themen für die Abschlussarbeit relativ früh Ende April raus. Da dann aber dran zu kommen, ist ein ziemliches Problem. Zwar ist die Liste dann schon fertig, aber zuschicken tut einem die keiner von alleine... also hartnäckig bleiben und die Nerven bewahren.
Bei der Auswahl der Themen sollte man sorgfältig vorgehen, am besten den Betreuer von hier zu Rate ziehen, denn man wundert sich wie viel der noch zwischen den Zeilen lesen kann, und plötzlich landet das Favoritenthema dann doch an letzter Stelle... ein kleiner Tipp noch am Rande, wenn auch etwas niederschmetternd... Da man die Themen schon im März bekommt, kann das bedeuten, dass man dann im September ins Labor kommt und es das Thema das man gewählt hat überhaupt nicht mehr gibt, so ist es in meinem Fall gelaufen. Und dann freut man sich auf ein MolGen Thema und landet dann in einem puren Biochemie Projekt... genau das ist mir passiert, also vielleicht ein bisschen mehr Wert auf die allgemeine Forschungsrichtung des Labors legen, als auf die konkrete Beschreibung des Themas. Es muss nicht sein, aber es kann. Mal sehen wie ich mich damit arrangiere, ich werde weiter berichten. Einige der Projekte sind nicht im WTB direkt an der Uni, sondern westlich von Dundee im Ninewells Hospital, da ist man wohl auf den Bus angewiesen (etwa 12 Minuten Fahrt), aber das sollte kein Kriterium sein, nach dem man seine Themen wählt. Das WTB und Ninewells Hospital findest du auch in meiner interaktiven Karte!!! Der Bus ist soweit ich weiß umsonst und pendelt stündlich zwischen Tower Building und Ninewells. Da ich relativ früh in Dundee ankam, kontaktierte ich sofort meine Supervisorin im Labor und konnte schon 2 Wochen vor der Immatrikulation zur ersten Besprechung ins Labor. Ablauf des Honours Project’s Zu Beginn steht ersteinmal Lesen, Lesen und nochmal Lesen an, weil die meisten Projekte etwas schleppend anlaufen und man das ja sowieso machen muss. vorgesehen sind unter keinen Umständen mehr als 20 Stunden pro Woche für das Projekt zu arbeiten, Experimente, Reading und Denken einbegriffen. Das ist nicht immer so einfach, und schließlich endete ich an dem Punkt über 50 Stunden die Woche im Labor zu sein und den Rest meines Studiums zu vernachlässigen, man wird ständig davor gewarnt, aber der Konflikt ist einfach wahnsinnig groß. Auf der einen Seite der Druck aus Deutschland, mit den Studenten mithalten zu wollen, die 3-4 volle Monate Zeit für ihr Projekt haben, daneben der Druck den man sich selbst macht, Erfolge zu produzieren und dann kann es auch passieren dass der Supervisor im Labor wenig Verständnis dafür hat, wenn man sich an die empfohlene Arbeitsworkload hält. Das alles kommt zusammen und kann in einem ziemlichen Chaos enden, mir würde es wieder passieren vermutlich, aber ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass für einen PhD die Note in Dundee zählt und nicht die aus Deutschland, und Dundee kümmert es nicht ob ihr Ergebnisse habt oder nicht. Man bekommt immernoch einen 1st degree wenn man das Projekt gut zusammenschreibt auch wenn nichts im Labor funktioniert hat . Das Klima in der Laborgruppe kann einen gut, oder weniger gut treffen, die Qualität der Betreuung ebenfalls, also seht es als eine Vorbereitung auf das richtige Leben in der Forschung. Im Laufe des Projektes muss man dem Team im Labmeeting ein Paper präsentieren und das kann sehr unterschiedlich aussehen, hier kann man wirklich mal zeigen dass man was drauf hat neben der speziellen Gabe Cell Cultures mit fluffigen Pilzen zu kontaminieren. Ich habe meine Paperpräsentation sehr genossen und das lief in etwa so ab: ich wollte meinen Vortrag vor Weihnachten halten, weil nach Weihnachten nur noch 3 Wochen Zeit im Labor bleiben und ich dazu tendiere Dinge früh zu erledigen, das heißt man ist relativ frei in der Entscheidung wann man es machen möchte. Die Vorschrift sagt, man solle über ein Paper referieren dass hochrelevant zum Projekt ist, und das man sowieso lesen müsste, davon halte ich allerdings recht wenig, denn diese Paper hat jeder in der Gruppe schon gelesen, eventuell sogar selbst dran gearbeitet, dh alle sind gelangweilt und wenn man Pech hat stellen die einem dann noch fiese Fragen. Eine meiner Meinung nach bessere Entscheidung ist es, ein Paper zu wählen, dass die Gruppe noch nicht kennt, aber trotzdem sehr interessant für die ist. Für mein Thema war die Wahl da sehr einfach, aber mit ein wenig Kreativität findet bestimmt jeder etwas passendes. Die Vorteile so etwas zu wählen liegen klar auf der Hand, die Gruppe wird einfache Verständnisfragen haben, ist interessiert, und man hat die Möglichkeit Kritik am Paper zu üben, das kommt verdammt gut an, und niemand kann so recht widerlegen was man kritisiert, weil keiner das Paper kennt :-) Leider bietet unsere FH keinerlei Unterstützung sich kritisch mit wissenschaftlicher Literatur auseinander zu setzen, aber das ist etwas was man langsam aber stetig in den “Literature Analysis Exams” lernt. Solltest du dir unsicher sein, oder so etwas üben wollen, frag einfach einen Prof nach einem schlechten Paper und such mal die Fehler oder seltsamen Schlussfolgerungen heraus, wenn man das einmal gesehen hat bekommt man ganz schnell ein Gefühl dafür. Wenn grad kein Prof zur Stelle ist, ich kenne da auch ein paar richtig schlechte Paper :-)
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